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The price I have to pay



 
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GyGy
Neuling



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 10.03.2007
Beiträge: 4
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 10.03.2007, 13:36    Titel: The price I have to pay Antworten mit Zitat

1. Autor: GyGy
2. Art der Story: kenn ich mich damit aus?? nö ^^ eure tollen Namen... wenn mir wer nachm lesen sagen kann, in welche rubrik das fällt, änder ichs!!
3. Hauptpersonen: Georg, Bill & Tom
4. Rating: PG-16
5. Warnungen: nix für Billfans mit schwachen Nerven.
6. Disclaimer: ich habe keinerlei Besitz an genannten Personen, Handlungen und Nebenfiguren sind frei erfunden und entsprechen nicht der Wirklichkeit
7. Claimer: Joa, die Story is meine eigene und genannte Songtextzeilen!!
8. Summary: will hier ja nich so viel vorwegnehmen: also Georg gehts scheiße und er klammert sich an seine große Liebe... wie lange das klappt und wer Schuld an der Trennung ist... müsst ihr schon lesen... aso und wenns euch zu krass wird, solltet ihr aufhören zu lesen!!



The Price I have to pay
Part I-III

Part I
Was war das? Wer sang da?
Georg lief die Hauptstraße seiner Heimatstadt Magdeburg hinunter.
Er hatte ein Wochenende frei und war zuhause bei seiner Mutter und seiner Oma.
Er war Bassist in der zu dieser Zeit angesagtesten Teenieband Deutschlands und war froh, dass er sich wenigstens in Magdeburg halbwegs frei bewegen konnte.
Er lief also diese Straße hinunter und hörte ihre Stimme. Es war zwar erst November, doch sie sang „Rudolph the rednosed reindeer“, mit der schönsten Stimme, die er je gehört hatte.
Dann bog er um eine Ecke und sah sie.
Sie stand einfach da, in einem langen, schwarzen Wintermantel, ihre blonden Haare fielen ihr knapp über die Kapuze des Mantels.
Sie waren noch nicht lang genug, als dass sie über ihre Schultern hinaus gereicht hätten.
Georg blieb stehen.
Aus diesem Winkel konnte er sie sehen, sie ihn jedoch nicht,
Neben ihr stand ein weiteres Mädchen, vermutlich eine Freundin von ihr. Ihre krausen, blonden Locken wippten neben ihrem Gesicht auf und ab, als sie begann zu lachen.
Auch das Mädchen, das gesungen hatte, lachte nun.
Wie hübsch sie war.
Nicht auf den ersten Blick vielleicht, doch sie hatte ihn verzaubert.
Plötzlich sahen die Mädchen ihn. Ungläubig sahen sie zu ihm hinüber.
Er erschrak. Es sah aus, als kannten sie ihn und als wären sie Fans seiner Band.
Nun musste er zu ihnen hinüber gehen. Sein Herz begann zu klopfen.
„Hey“, grüßte er, „ich hab dich singen hören.“
Er sah das Mädchen an, das ihm in diesem Moment sein Herz immer weiter entriss.
Sie errötete und sah auf den Boden hinab.
„Sag mal, bist du Georg?“, fragte das Mädchen mit den Locken.
Er nickte nur.
„Hey, ich bin Kati, das hier ist Jamie“, stellte das Lockenmädchen sich und ihre Freundin vor.
„Hi“, antwortete er und gab beiden die Hand.
Als Jamie in seine Augen sah, hörte sein Herz fast auf zu schlagen. So wundervoll braune Augen hatte er noch nie gesehen. Sie hielt ihn gefangen, schien ihn nie wieder loslassen zu wollen.
Sie begannen sich ganz normal zu unterhalten.
Eine von beiden schlug vor, in das Restaurant auf der anderen Straßenseite zu gehen, da es dort wärmer wäre.
Georg folgte den beiden und sprach mit ihnen, doch er spürte vor allem die Spannung, die zwischen Jamie und ihm lag.
Als beide ihm dann verkündeten, dass sie aus Berlin kamen und nun zum Bahnhof müssten, um wieder nach hause zu fahren brach beinahe eine Welt für ihn zusammen. Er wollte sie nicht gehen lassen.
Schließlich bot er an, sie zum Bahnhof zu begleiten.
Als der Zug einfuhr und er beiden zum Abschied die Hand gab, konnte er nicht glauben, dass er sich in wenigen Minuten so sehr verliebt hatte.
Zwar war er schon immer ein sehr emotionaler Mensch gewesen, doch seine letzten Freundinnen hatten ihn alle verarscht. In der Zeit, in der er berühmt wurde und auf Tour war, hatte er Sex mit Mädchen die er nicht einmal kannte und deren Namen er morgens längst vergessen hatte.
Verliebt war er so lange nicht mehr gewesen. Wie hatte sie es nur geschafft, ihn so zu verzaubern?

-2-
Bill lag zur selben Zeit wach in seinem Zimmer und schaute einen Porno.
Er hatte die rechte Hand unter der Decke und vergnügte sich mit sich selbst.
Sein Bruder Tom war in der Küche und rauchte, soweit Bill wusste.

Tom drückte seine Zigarette aus und las einen Bericht über ihre Band in der Zeitung.
Zufrieden legte er ihn zur Seite. Nur Positives!
Er klopfte an Bills Tür, vernahm die Filmdialoge, wusste bescheid und verließ die Wohnung, die die beiden sich in Magdeburg gemietet hatten, da sie in ihrem Dorf Loitsche, wo sie eigentlich wohnten nur noch von Fans belagert wurden.
Er zog mit Mühe und Not die Kapuze seiner Jacke über seine Dreads und lief die Straße entlang.
Dann klingelte sein Handy.
„Hey Georg hier“
„Alter, was geht?“
„Nich viel, sag ma, wann geht’s morgen los?“
„Zehn“
„Hm, oke. Danke. Machs gut Digga!“
„Yo, bis denn.“
Tom verstand nicht so recht, warum Georg ihn angerufen hatte, doch er dachte nicht weiter darüber nach.

-3-
Sie waren unterwegs, von einer Stadt zur anderen, von einem Termin zum nächsten.
Bill war gechillt. Es war einer der Monate, in denen er seinen Starstatus voll auskostete.
Egal wo er hinkam, die Leute liebten ihn, er kam umsonst in Clubs, konnte umsonst shoppen gehen, vor der Kamera stehen und Interviews geben.
Es war seine Welt und er lebte sie voll aus.

Auch sein Bruder Tom war alles andere als unzufrieden, zwar ging ihm sein Bruder ab und zu auf die Nerven, doch er wusste mit ihm umzugehen.
Das einzige, was ihn wirklich störte war sein auferlegtes Image.
Er war nicht der Checker, als der er dargestellt wurde. Er hatte nicht halb so viel Sex wie sein Zwillingsbruder und doch hieß es, er wäre derjenige in der Band, der die meisten Mädchen bekam.

Gustav hatte sich seit einem halben Jahr mehr und mehr zurück gezogen, Er wurde meistens in einem seperaten Van gefahren und checkte eigentlich immer in ein anderes Hotel als der Rest der Band ein seit er vor eben diesem halben Jahr die Band verlassen wollte, ohne seinen ehemaligen Freunden zu sagen warum.
Nun bestand die Band nur noch nach außen hin aus Freunden, um die Fans nicht zu verärgern.

Das einzige was Georg noch aufrecht hielt waren die Telefonate mit Jamie.
Sie telefonierten jeden Abend und morgens weckte sie ihn.
Normalerweise hasste er es aufzustehen, doch ihre Stimme am Morgen als erstes zu hören machte für ihn jeden Tag lebenswerter.
Außerdem freute er sich auf den nächsten Tag, an dem sie nach Berlin fahren würden.
Er hatte ihr bereits bescheid gesagt und sie und Kati würden zu dem Hotel kommen, in dem sie wohnen würden.
Die Interviewfragen beachtete er kaum.
Bill beantwortete sie sowieso alleine.
-4-
Es war nicht warm und nicht kalt. Alle zwei Minuten lief Georg zum Fenster seines Hotelzimmers und hielt Ausschau nach ihr. Noch war sie nicht da.
Er zündete sich eine Zigarette an und setzte sich.
Ob sie wohl kommen würde? Vielleicht wäre es ihr zu riskant zu ihm zu kommen.
Er hoffte, dass sie noch erscheinen würde, schließlich hatte er sie seit ihrer ersten Begegnung nicht mehr gesehen.
Als er aufgeraucht hatte, begab er sich erneut zum Fenster und da stand sie.
Abseits der vielen Fans, die das Hotel belagerten.
„Tobi!“, rief er.
Tobi, Georgs Bodyguard betrat das Zimmer.
„Komm mal her. Siehst du das Mädchen da links am Rand stehen?“
„Ja!“
„Bring sie mal bitte hoch!“
Tobi nickte und verließ den Raum.
Georg versuchte seinen Herzschlag zu regulieren. Sie war wirklich gekommen.
Unruhig sah er in den Spiegel, lief von einer Ecke in die andere.
Er hatte sogar das Zimmer ein wenig aufgeräumt, was er sonst nie tat.
Plötzlich klopfte es an der Tür.
Er atmete tief durch. Sie sollte noch nicht wissen, wie sehr sie ihn in der Hand hatte.
Noch nicht.
Er öffnete und da stand sie. Sein Herz machte einen Sprung.
Sie sah fabelhaft aus.
Nicht aufgestylt nicht übertrieben angezogen. Sie trug eine dunkle Jeans, einen Kapuzenpullover und eine beige Lederjacke.
Um den Hals trug sie eine Kette, an der ein „G“ und eines seiner Plektren hing.
„Du bist wirklich da“, bemerkte er und sah sie weiterhin an.
Er konnte einfach nicht wegsehen.
„Ja“, flüsterte sie.
Er spürte ihre Nervosität und wünschte, er könnte sie ihr nehmen, doch er selbst war nervös genug.
„Komm doch rein“, sagte er und trat einen Schritt zur Seite.
Sie kam herein, sah sich um und er konnte ihr ansehen wie überwältigt sie war.
„Setz dich doch“, bot er ihr an.
Sie nahm auf einem der Stühle platz und er setzte sich ihr gegenüber.
„Wie geht’s dir denn?“, fragte er höflich. Er verstand nicht, warum sie sich auf einmal so fremd schienen.
Sie telefonierten jeden Tag, wussten so gut wie alles voneinander. Wieso lag diese komische Stimmung in der Luft?
„Woher ist das Plek?“
„Itzehoe. Vom Konzi.“
„Und du hast es immer um?“
„Genau wie das „G“, ja!“
„Das ist süß“, bemerkte er. Und das fand er wirklich.
„Danke.“ Sie errötete und sah auf den Boden.
Gott wie verdammt toll sie doch war.
Sie war nicht wie die anderen Mädchen, mit denen er auf den Hotelzimmern war.
Sie gaffte ihn nicht die ganze Zeit an und versuchte auch nicht ihn zu küssen.
Sie saß einfach da und redete mit ihm, wobei sie eine Wärme ausstrahlte, wie Georg sie seit langem nicht mehr gespürt hatte.
Wie er sie sowieso erst einmal gespürt hatte, an dem Tag als er sie singen hörte.
Er wollte sie am liebsten in den Arm nehmen und nie wieder los lassen.
Eine Zeit lang sahen sie sich nur an.
Sie sah ihm in die Augen, mit derselben Wärme, die sie umgab.
Wäre er noch ein wenig sentimentaler gewesen, als er sowieso schon war, hätte er vermutlich geweint.
Ganz leise, begann sie dann zu sprechen.
„Wie geht es dir denn? Kommst du mit dem Stress wirklich zurecht? Ich mache mir Sorgen um dich!“
„Es geht schon.“
„Wirklich?“
„Ja!“
„Du weißt, dass ich für dich da bin?!“
„Das weiß ich. Und darüber bin ich sehr froh.“
„Okay.“
Sie sahen sich erneut an.
Georg musste wegsehen.
Er kam überhaupt nicht mit dem Stress zurecht, sie war das einzige, was ihn aufrecht hielt. Sie hatte sein Leben verändert, seine Gedanken, seine Gefühle; sie hatte alles auf den Kopf gestellt und wahrscheinlich wollte sie das nicht einmal.
Doch er konnte ihr das alles nicht sagen.
„Okay, ich geh dann mal wieder.“
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GyGy
Neuling



Geschlecht: Geschlecht:weiblich
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Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 10.03.2007, 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Sie stand auf.
„Okay“, sagte er.
Er brachte sie zur Tür.
Sie ging hinaus, drehte sich noch einmal um, ihr Blick war voller Sorge.
Sie hatte wirklich Angst um ihn und das zu Recht.
Dann ging sie.
Lange sah er ihr hinterher, bis sie das Ende des Ganges erreicht hatte und verschwand.
Er starrte noch eine Weile in die Leere.
In die Leere, die sie auch in ihm hinterließ.
Als er die Tür schloss spürte er die erste Träne auf seiner Wange.
Warum war er so kalt zu ihr?
Er sollte sie auf Händen tragen, nie wieder gehen lassen.
Und auch, wenn sie erst einige Minuten weg war, vermisste er sie so sehr, als hätte er sie ein Jahr nicht gesehen.
Georg warf sich auf sein Bett.
Er starrte an die Decke, dort erschien ihr Gesicht.
Das Gesicht mit den braunen, sorgenvoll blickenden Augen, die ihn zum Weinen brachten.
Es klopfte, doch er antwortete nicht.

“Georg!“, rief Bill und trommelte gegen die Tür.
Immer noch keine Antwort, er öffnete die Tür und ging hinein.
Er fand seinen Bassisten auf dem Bett mit Tränen in den Augen.
„Was ist denn mit dir los in letzter Zeit? Bist du schwanger?“, neckte er ihn.
„Halts Maul und geh!“
„Hallo? Jetzt sag mir, was mit dir los ist!“
„Das geht dich nichts an!“
„Da täuscht du dich! Ich bin der Sänger und mich geht es sehr wohl was an, wenn mein Bassist den ganzen Tag ne Fresse zieht und nicht mal für Fotos lächelt.“
„Es gibt einfach keinen Grund zum Lächeln.“
„Ach ja? Wenn dich jemand fotografiert ist das ein Grund zum Lächeln.“
„Du spinnst Bill.“
„Ich? Ich glaubs ja. Für wen hälst du dich? Du bist nur Bassist!“
„Früher waren mir mal Freunde, Bill.“
„Das sind wir auch noch.“
„Bill, du weißt doch gar nicht mehr, was Freundschaft heißt.“
„Das muss ICH mir nicht anhören!“
Er stürmte aus dem Zimmer

-5-
“Georg? Hey ich bins. Sag mal, meinst du wir können das von vorhin noch mal wiederholen?“
Sie hatte ihn angerufen! ‚Nun sei kein Trottel, sag ihr, was du fühlst!’
„Ja gerne! Aber Jamie?“
„Ja?“
„Können wir uns dann vielleicht so verhalten, wie am Telefon?“
„Gerne, das war wirklich komisch vorhin. So total komisch!“
Sie hatte es also auch bemerkt.
„Okay, also morgen wieder hier?“
„Gut, ich komm dann alleine hoch, okay?“
„Ja, ich sage Tobi bescheid, dass er dich durchlässt.“
„Gut.“
„Jamie?“
„Ja?“
„Ich freu mich!“
„Ich mich auch!“
Er legte auf.
Sein Herz tat große Sprünge. So war es schon viel besser.
Nachts schlief er sehr gut.
Da er am nächsten Tag nichts zu tun hatte, ging er ganz in Ruhe duschen, räumte das Zimmer auf, ging dann für eine Weile in Toms Zimmer, damit die Putzfrau sauber machen konnte und kehrte dann in sein Zimmer zurück.
Kurze Zeit später klopfte es auch schon und sie stand vor der Tür.
Sie umarmten sich.
Er spürte wieder ihre Wärme.
Sie setzten sich auf das Bett.
„So, da bin ich!“
„Zum Glück, ich habe dich vermisst!“
„Ich dich auch! Du sag mal, Kati würde Tom so gerne mal kennenlernen, meinst du das wäre möglich?“
„Öhm, da muss ich nachher mal Tom fragen, aber ich denke, das müsste möglich sein, sie is ja ne Liebe!“
Er grinste.
„Ich mag, wenn du grinst“, bemerkte sie und sah ihn an.
Mit diesem Blick, ihrem Blick.
Er sah ihr tief in die Augen.
Sie schloss ihre Augen und ihre Lippen näherten sich seinen.
Georg schloss seine Augen ebenfalls und als sie sich berührten, fühlte es sich an, als wären alle Schmetterlinge in Georgs Bauch gleichzeitig explodiert.
Mit ihrer Hand berührte sie seine Schläfe, er legte eine Hand in ihren Nacken und spürte ihre Gänsehaut.
Dann drückte sie ihn nach hinten und setzte sich auf ihn.
Sie grinste ihn an. Vermutlich wusste sie, wie sehr sie ihn damit überrumpelt hatte.
Er erhob seinen Oberkörper leicht und zog ihr das Shirt aus.
Danach entledigte er sich auch seines Shirts.
Sie begann ihn am Hals zu küssen und wanderte immer weiter nach unten.
Er spürte ihre Lippen, ihre Zunge.
Mehr als einfach nur daliegen, die Augen schließen und genießen konnte er gar nicht.
Als sie an seinem Bauchnabel angekommen war, öffnete sie seine Hose und zog sie ihm aus.
Auch seine Boxershorts blieb nicht lange verschont.
Da lag er nun, dem Mädchen, was ihn sowieso schon in der Hand hatte völlig ausgeliefert.
Doch es störte ihn überhaupt nicht, ganz im Gegenteil.
Während sie sich nun den Innenseiten seiner Oberschenkel und seinen Eiern widmete strömten Glücksgefühle durch seinen Körper, die er kaum noch aushalten konnte.
„Jetzt komm du aber mal her“, forderte er.
Jamie sah ihn an, ließ von ihm ab und legte sich neben ihn.
Er strich mit seiner Hand von ihrem Hals abwärts über ihre nackten Brüste, hinab zu dem Knopf ihrer Hose, den er mit einer Hand öffnete (worauf er sehr stolz war ^^).
Auch er zog ihr die Hosen aus.
Vorsichtig bahnte er sich zuerst mit seiner Zunge, dann mit seinen Fingern den Weg und genoss es, wie sie immer lauter wurde.
Er sah und spürte die Gänsehaut, die sich über ihren ganzen Körper zog.
Plötzlich hielt sie seine Hand fest und sah ihn an.
„Noch nicht“, hauchte sie, setzte sich auf und begann an seinem Ohr zu knabbern.
Nun war es sein Körper, der sich mit einer Gänsehaut überzog.
Dann zog sie ihn auf sich und umfasste mit der einen Hand seine rechte Arschbacke, was ihn schon noch viel wuschiger machte, als er sowieso schon war und vergrub die linke Hand in seinen Haaren.
Sie grinste ihn an und zog seinen Kopf nach hinten.
In diesem Moment drang er in sie ein und gab ein kurzes Stöhnen von sich.
Das sollte jedoch das letzte kurze sein.
Denn während er sich in ihr bewegte, fuhr sie mit ihren Fingernägeln über seinen Rücken und seinen Hintern.
Als sie dann auch noch begann, sich unter ihm zu bewegen, konnte er nicht mehr.
Entschuldigend sah er sie an, begann tiefer in sie einzudringen.
Zu seinem größten Vergnügen war er jedoch nicht der einzige, der immer lauter wurde und dessen Körper nach einigen weiteren Sekunden zuckte.
Sämtliche seiner Muskeln zogen sich zusammen.
Er blieb noch kurz auf ihr liegen, dann rollte er sich neben sie und sah sie an.
Ihre Haare standen in alle Richtungen ab und er hatte die Befürchtung, dass seine nicht anders aussahen.
Doch das war ihm in diesem Moment egal. Wie so vieles.
Er wollte einfach nur noch bei ihr sein und war so froh, sie bei sich zu haben.
Nach einigen Minuten setzte sie sich hin und legte seinen Kopf auf ihren Schoß.
Dann begann sie mit ihren Fingern durch seine Haare zu fahren und ihm die Kopfhaut zu massieren.
Sie sah ihn mit dieser Wärme an und er war so unendlich glücklich in diesem Augenblick, dass er schreien wollte, so laut, dass es die ganze Welt hören würde. Er wollte springen und lachen.
Doch alles, was er sich traute, war ein Grinsen.
„Ich liebe deine Haare“, stellte Jamie fest.
Sein Grinsen wurde breiter.
‚Ich liebe dich’, dachte er.
Doch er traute sich auch nicht, es ihr zu sagen.
Plötzlich klopfte es an der Tür.
Beide griffen hastig nach der Decke und schafften es grade noch, sich zu bedecken, als Tom den Raum betrat.
„Äh, hi“, sagte er etwas verwundert und grinste.
„Hey Tom.“ Georg war sichtlich erleichtert zu sehen, dass es Tom war, der nun vor ihnen stand und nicht einer von den Bodyguards oder gar Bill.
„Das ist gut, dass du da bist. Ich wollte dich mal fragen, ob wir ne Freundin von Jamie mal hoch holen könnten. Sie ist ne ganz Liebe“, fragte er gleich drauflos.
Jamie grinste.
„Joa, kein Ding. Wie sieht sie denn aus? Und ist sie überhaupt unten“, fragte Tom immer noch grinsend.
Jamie nickte.
„Blonde Locken und sie dürfte ne auffällige blaue Jacke an haben“, beschrieb Jamie ihre Freundin.
„Okay, dann sag ich Tobi bescheid und ihr zieht euch derweil an.“ Tom lachte und verließ das Zimmer.
„Oh man“, machte Georg, stand auf und zog sich an.
Jamie tat es ihm gleich.
Sie trat ans Fenster.
Wie sie da stand, die Haare waren etwas länger geworden und reichten ihr fast bis auf die Schulter.
Er wollte nicht, doch er konnte nicht anders und begutachtete ihren Hintern genauer.
„Ich weiß wo du hinguckst“, bemerkte sie und drehte sich um.
Georg senkte seinen Blick. Er fühlte sich ertappt.
„Hey Süßer“, sagte sie und hob sein Kinn vorsichtig mit ihrer rechten Hand an, „das ist nicht schlimm, ich habe mir deinen auch schon angesehen!“
„Freut mich, wenn er dir gefällt“, antwortete er und sah ihr wieder in die Augen.
„Das tut er.“ Sie gab ihm einen Kuss.
Diese Wärme durchströmte ihn, ihre Wärme, die er nie wieder missen wollte.
Es klopfte, Tom und Kati kamen herein.
Jamie lief auf ihre Freundin zu und umarmte sie.
„Hey meine Süße“, begrüßte Kati Jamie.
„Hey, danke, dass dus geschafft hast“, bedankte Kati sich.
„Hi Kati, wir haben uns lang nicht mehr gesehn“, grüßte Georg Kati.
„Allerdings“, bemerkte diese.
„Joa, da ihr keine Manieren habt, Jungs, stell ich mal vor. Also Tom Kati, Kati Tom!“
„Ey, ja. Ich habe Manieren“, wollte Tom klarstellen.
„Na denn“, lachte Georg und gab Jamie einen Kuss auf die Wange.
„Wofür war der denn?“ Sie lachte ihn überglücklich an.
„Dafür, dass du hier bist, mein Schatz“, antwortete Georg und gab ihr gleich noch einen.
„Okay, okay, Wir haben verstanden. Wir gehen rüber. Du kommst doch mit, oder Kati“, schlug Tom plötzlich vor.
Sie nickte nur und folgte ihm.
Dieser Tag veränderte sein Leben.
Jamie war da für ihn. Kam öfter mit aufs Hotel, war bei Veranstaltungen und telefonisch für ihn immer erreichbar.
Alles hätte perfekt sein sollen, sein Leben wäre vollkommen gewesen.
Doch dann kam Tobi zu ihm.
„So geht das nicht weiter!“
„Was geht wie nicht weiter?“
Georg machte sich gerade die Schuhe zu und sah seinen Bodyguard ungläubig an.
„Du kannst keine Freundin haben“, sagte Tobi.
„Ich kann bitte was nicht?“ Georg war fassungslos.
„Es geht halt einfach nicht. Irgendwann kriegt irgendwer Wind davon“, erklärte Tobi.
„Ja und?“ Georg verstand das Problem nicht.
„Ähm, naja… es wär nicht gut für die neue Platte.“
Er konnte nichts sagen, das war ihm zu viel.
„Mach Schluss, Georg. Später hast du genug Zeit für eine Freundin. Und jetzt sag ich es dir. David und Bill werden auch noch mit dir darüber reden. Es ist nur zu deinem Besten.“
Tobi klopfte ihm auf die Schulter und hinterließ einen total vor den Kopf gestoßenen Georg, der die Welt nicht mehr verstand.
Er sollte doch lächeln und gute Laune haben. Er hatte endlich etwas gefunden, was ihn über Wasser hielt.
Und das wollten sie ihm tatsächlich nehmen.
Wie Tobi es ihm bereits versprochen hatte, besuchte David, ihr Entdecker, ihn wenige Minuten später.
„Pass auf, es ist einfach nicht gut für dein Image. Die Mädels hören eure Musik doch nur, weil sie euch wollen. Deine Kohle hängt davon ab“, erklärte David. Er redete, als spräche er mit einem kleinen Kind.
Innerlich explodierte Georg. Doch äußerlich nickte er nur.
Er wusste, dass er vertraglich an David gebunden war und nichts tun konnte.
Gerade hatte er Jamies Nummer gewählt, da kam Bill herein.
Georg legte sein Handy wieder zur Seite.
„Was willst du denn jetz?“ Georg stand auf und funkelte seinen Bandkollegen an.
„Komm einfach mal klar mit dir! Das geht so nich“, begann Bill.
„Boah, was geht nich? Ich habs heute schon mal gehört. Ihr seid die, die klarkommen müssten. Warum lasst ihr mir nicht einfach mein Leben?“
„Weil mein Leben von deinem abhängt. Du hast unterschrieben, du hast die ganze Zeit mitgespielt. Warum muckst du jetzt auf“, fragte Bill in einem Tonfall, der Georg fast zum Ausrasten brachte. Er wusste genau, dass er die Kontrolle über seine Hände nicht mehr lange behalten würde.
„Für wie toll hältst du dich eigentlich? Was ist aus dem alten Bill geworden? Der, der noch ein Mensch war und keine ferngesteuerte Maschine. Der, der wegen Mädchen geheult hat. Der, der gehänselt und ausgelacht wurde? Der, mit dem ich befreundet war.“ Er konzentrierte sich darauf, ruhig zu bleiben.
„Der ist jetzt ein Star“, kam es von Bill.
Beinahe wäre Georg die Kinnlade herunter gefallen.
„Und das macht dich zu etwas besserem als mir? Das berechtigt dich dazu, alles, was wir in den letzten Jahren gemeinsam gemacht und durchgestanden haben mit Füßen zu treten? Und das berechtigt dich dazu, mir mein Leben kaputt zu machen?“ Die Wut stieg in ihm hoch und brachte Tränen mit sich, die er noch verbergen konnte.
„Vielleicht tut es das.“ Bill sah ihm so arrogant direkt in die Augen während er das sagte, dass Georg nicht wusste, ob er ihn schlagen oder bemitleiden sollte.
„Na ja, aber mal ehrlich. Meinst du, dich würde jemand kennen, wenn du nich in meiner Band spielen würdest? Du kannst dankbar sein, denn ohne mich wärst du immer noch Jungfrau! Und deine kleine Schlampe hättest du auch nie kennengelernt. Sei mir dankbar und hör auf zu flennen. Ab morgen spielst du wieder mit!“
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Geschlecht: Geschlecht:weiblich
Anmeldungsdatum: 10.03.2007
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Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 10.03.2007, 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Abgesehen, von der Wut auf seine Arroganz kam nun noch hinzu, dass er Jamie eine Schlampe nannte.
Nie zuvor hatte er Bill geschlagen, aber in diesem Moment konnte er nicht anders.
Er begriff nicht, warum sein ehemaliger Freund ihm so etwas antat.
Seine Faust landete direkt auf Bills Nase.
Er zuckte zusammen, hielt sich die Nase und sah Georg verblüfft an.
„Das wirst du bereuen!“ Schrie er und rannte aus dem Zimmer.
Georgs ganzer Arm begann zu zittern, ihm wurde eisig kalt.
Was war mit Bill passiert. Und vor allem: Was war mit ihm selbst passiert?
Hatten sie ihn jetzt schon so weit gebracht?
Nun wählte er ihre Nummer. Die Nummer der einzigen Person, die ihm jetzt noch helfen konnte.
Er wartete und wartete, doch sie nahm nicht ab.
Das war das erste Mal, das sie nicht an ihr Handy ging.
Sofort kroch Angst in ihm hoch und er begann im Zimmer auf und ab zu laufen, um sich abzulenken. Doch das funktionierte nicht.
Irgendwann hielt er es nicht mehr aus. Er hatte mindestens zehn Mal bei Jamie angerufen und immer noch kein Lebenszeichen von ihr erhalten.
Tom würde ihm zuhören, dachte Georg.
Gerade, als er sein Zimmer verließ fiel ihm wieder ein, dass Tom ihm sicherlich nicht zuhören würde.
Schließlich hatte er einige Minuten zuvor seinen Bruder geschlagen.
Nachdem er einmal kräftig gegen die Wand geschlagen hatte, drehte er sich wieder um und ging zurück in sein Zimmer.
Wieder versuchte er sie anzurufen… es tutete… und sie nahm ab.
„Hey“, begrüßte sie ihn.
„Warum bist du nicht ans Handy gegangen?“, fragte er.
„Ich war duschen. Was ist denn passiert, Süßer?“ Ihre Stimme klang besorgt.
„Ich habe Bill geschlagen“, sagte er knapp.
„Was hast du? Warum denn?“
„Weil er arrogant ist.“ Eine weitere knappe Antwort.
„Und deshalb schlägst du ihn einfach? Georg, das ist nicht gut. Was sagt der Rest dazu?“
„Keine Ahnung. Jetzt in diesem Moment erzählt er es ihnen.“
„Warum machst du denn den Scheiß“, sie klang traurig. Er wollte nicht, dass sie wusste, was Bill gesagt hatte.
„Ja, es tut mir ja Leid. War mir halt alles zu viel“, sagte er bedrückt.
„Hm, das gibt sicher noch Stress. Versprich mir bitte, dass so was nicht mehr vorkommt“, bat sie ihn.
„Ja, ich versprechs dir!“
Dann legte sie auf.
Sie war eindeutig komisch an diesem Tag, doch er verstand ihre Reaktion vollkommen.

Nun war es Tom, der durch Georgs Tür kam.
Sein Blick hätte töten können und Georg schluckte.
„Was soll der Mist? Was zur Hölle geht in dir vor“, fragte Tom und stellte sich direkt vor ihn.
Georg stand auf.
„Willst du wirklich wissen, was in mir vorgeht? Ich denke nicht, dass dich das interessiert!“
„Doch, es interessiert mich sehr, was dich dazu veranlasst meinen Bruder zu schlagen. Mensch, du bist mein Freund“, bohrte Tom weiter.
„Gut. Also, wie du die letzte Zeit vielleicht merkst, kann ich diesen ganzen Rummel nich mehr ab. Ich mein gut, wir stehen auf der Bühne, wir haben Fans, die uns vergöttern und ums Geld brauchen wir uns keine Gedanken zu machen. Aber das ist nicht, was ich wollte. Ich will das alles nicht mehr. Ich will nicht mehr hören, was ich zu tun oder zu lassen habe. Will nicht mehr vorgeschrieben bekommen was und ob ich überhaupt was sagen darf. Und vor allem lass ich mich nicht von dem einzigen Menschen trennen, der mich aufrecht hält“, erklärte er und schluckte die Tränen hinunter.
„Hey, das check ich ja irgendwie. Manchmal stresst es mich auch, aber so ist es halt“, resignierte Tom.
„So ist es halt? Genau da liegt das Problem. Wir sind doch kaum noch Freunde. Anfangs haben wir uns gegenseitig geholfen, damit umzugehen. Jetzt geht jeder seinen eigenen Weg“, klärte Georg ihn auf.
„Du siehst das zu eng. Das wird schon wieder. Aber sag mir jetzt bitte, was das mit Bill sollte“, forderte Tom.
„Es ging genau um diese Sache. Er wollte mir Jamie verbieten!“
„Das steht aber im Vertrag! Sobald Beziehungen an die Öffentlichkeit treten könnten, sind sie beendet“, beschloss Tom und sah Georg an.
Langsam kroch die Wut wieder Georgs Körper hinauf, seine Hände kribbelten.
Waren denn alle wahnsinnig geworden?
„Außerdem meint sie es sowieso nicht ernst mit dir“, kam es plötzlich von Tom.
„Was hast du gesagt“, fuhr Georg ihn an.
„Dass sie es nicht ernst mit dir meint, Georg. Bill hat das aus einer sicheren Quelle. Nur deswegen wollte er, dass du Schluss machst“, erklärte Tom und blickte mitfühlend auf seinen Freund.
Georg setzte sich hin.
Das konnte nicht sein. Nicht sie. Warum? Und warum hatte Bill diese schrecklichen anderen Dinge angeführt, die ihn so verletzt hatten?
„Ich gehe jetzt besser. Bill wollte, dass du weißt, dass er es nur gut gemeint hat. Sie hat eine Band, weißt du? Sie wollte, dass die groß rauskommt“, beendete Tom seine Rede, klopfte Georg auf die Schulter, wie es zuvor Tobi getan hatte und verließ den Raum.

Sein Handy klingelte. Es war Jamie, doch er nahm nicht ab.
Wie konnte sie ihm das nur antun? Wieso spielte sie mit ihm?
Die nächsten Wochen waren hart, doch in dem er sich auf sein Starleben konzentrierte, wurde es einfacher Jamie zu verdrängen.
Er spielte einfach mit Bill Arschloch, war arrogant und flirtete mit Fans.
Es war ganze einfach. So wie zu der Zeit, als er Jamie noch nicht kannte.
Er schrieb ihr eine e-Mail, in der er ihr sagte, sie solle sich nie wieder bei ihm melden.
Zwischendurch hatte er sogar das Gefühl, dass er und Bill wieder so etwas wie Freunde wurden.
Der alte Georg rückte weiter und weiter weg.
Die Mädchen, die er sich abends mit aufs Zimmer nahm, vertrieben seine Einsamkeit, zumindest für eine Nacht.
Doch keine strahlte Jamies Wärme aus, keine war wie sie.

--- End of Part I ---


Part II
Alles war wie immer.
Es war nicht sein Bett, in dem er aufwachte, aber diesen Umstand kannte er.
Das Mädchen neben ihm kannte er auch nicht und auch das war nichts Neues.
Alles war wie immer.
Nur ein anderes Hotel.
Georg gähnte, sah aus dem Fenster, sah all die Lichter der Nacht, es war anscheinend noch nicht Morgen, und sehnte sich plötzlich weit weg von hier.
Dorthin wo all diese Lichter ihn endlich in Ruhe schlafen lassen würden.

Zur selben Zeit lag Bill wach.
Er fasste durch seine Haare.
Sie waren kaputt und spröde.
Erschrocken ließ er sie los.
Mit einem Finger fuhr er unter seinem linken Auge entlang; der Finger färbte sich schwarz.
Und Plötzlich, ganz plötzlich wurde die übrig gebliebene Schminke flüssig und bahnte sich ihren Weg seine Wangen hinab.

Er stand mitten im Zimmer.
Er hätte schwören können, ein Geräusch gehört zu haben.
Nackt bis auf die Boxershorts stand er im Schein der Straßenlichter.
Das Seufzen konnte er nicht unterdrücken.
Noch nie hatte er sich so allein gefühlt wie in diesem Augenblick.
Weinen wollte er nicht, doch Tom konnte einfach nicht dagegen ankämpfen.
Er legte sich wieder ins Bett und versuchte zu vergessen.

Gustav schlief.
Er hatte gelernt, das alles als einen Job zu sehen und war längst Geschäftsmann geworden und abgestumpft.

-2-
Als Tobi am nächsten Morgen kam und das Mädchen runter brachte, schlief Georg noch.
Er sah es auch nicht ein, noch einmal aufzustehen.
Er wollte das Ganze nicht mehr. Schon seit einiger Zeit.
Er konnte auch nicht mehr.
Sein Körper konnte nicht mehr und seine Seele hatte tiefe Wunden, die einfach nicht verheilen wollten.
Durch sein Leben hatte er seine große Liebe verloren, die ihm die Augen geöffnet hatte.
Doch er war ein weiteres Mal zu feige gewesen, alles hinzuschmeißen.
Anders hatte er es auch nicht verdient. Das war der Preis, den er zahlen musste für seine Blindheit.
Er stand auf und zog sich an.

Bill war damit beschäftigt seine Haare in die übliche Form zu bringen, er schminke sich, setzte sich dann auf den Badewannenrand und schloss die Augen.
Dieses Leben hatte er immer gewollt. Nie hätte er sich etwas anderes vorstellen können, doch nun… nun hatte er verstanden, dass der Traum, den er hatte nicht so einfach auszuleben war, wie er gedacht hatte.
Er liebte es, wenn alle ihn ansahen und nur auf ihn achteten, doch er hasste, dass sie es immer taten, ihm kein bisschen Luft mehr ließen.

Plötzlich war ihm alles egal. Es störte ihn nicht, dass er wenige Minuten später im Van sitzen musste. Es störte ihn nicht, dass er am Abend eigentlich ein Konzert spielen sollte.
Es störte ihn nicht, dass ihn vielleicht einige vermissen würden.
Er zog sich einfach aus, und ließ eiskaltes Wasser in die Badewanne laufen.
Dann legte er sich hinein.
Er schloss die Augen und tauchte unter.
Vor sich sah er seine Familie, sah er das letzte Weihnachtsfest, sah er seinen Bruder Tom, sah er Georg und Gustav, Saki und Tobi und all die anderen Menschen, mit denen er in der letzten Zeit viel zu tun gehabt hatte.
Er wusste, dass er weinen würde, wenn er nicht schon unter Wasser läge.
Einen kurzen Augenblick lang überlegte er aufzutauchen, sich abzutrocknen und einfach so weiterzumachen wie bisher.
Doch dann kamen ihm all die Fotografen, Kameras und Fans vor sein inneres Auge und er hielt weiter die Luft an.
Er spürte, wie sich sein Hals mehr und mehr zu zog. Es schmerzte, er bekam keine Luft mehr.
Er dachte an all die negativen Dinge seiner Karriere und er erinnerte sich an jeden einzelnen Menschen, den er vor den Kopf gestoßen hatte.
Besonders an seine Mutter. Es tat ihm weh, als er an sie dachte, denn sie hatte letzten Endes sogar ihr Sorgerecht für ihn und seinen Bruder Tom an die Plattenfirma übergeben.
Sein Herz zog sich so stark zusammen, dass es kaum auszuhalten war.
Er musste kämpfen, um nicht aufzutauchen, aber langsam wurde es ihm erleichtert.
Er spürte kaum noch etwas außer den seichten Bewegungen des Wassers, die ihn fort zutragen schienen.
In eine neue Welt, in eine bessere Welt. In eine Welt, in der ihn niemand kannte.

Zu dieser Zeit wurde Tom immer unruhiger.
Irgendetwas stimmte nicht, da war er sich sicher.
Er lief rüber ins Zimmer seines Bruders, klopfte, bekam keine Antwort und ging hinein, da die Tür nicht abgeschlossen war.
Bill antwortete ihm auch nicht, als er ihn rief.
Tom bemerkte das Licht im Badezimmer und trat ein.
Da sah er seinen Bruder leblos in der Badewanne liegen.
Er fasste ins Wasser, es war eiskalt. Sein Herz raste, Tränen brannten auf seinen Wangen.
Er berührte seinen Bruder, er war ganz kalt, aber die Totenstarre war noch nicht eingetreten.
„Bill… Bill!“, flüsterte Tom.
Plötzlich öffnete sein Bruder seine Augen ein Stück weit.
„Bitte Tom, ich kann nicht mehr. Bitte, bitte lass mich hier alleine“, flehte er und eine Träne kullerte seine Wange hinab.
Tom nickte nur, wie konnte er ihm diesen Wunsch abschlagen?
„Sag Mum, dass ich ihr vergebe, und frag sie, ob sie mir auch vergibt. Tom, ich liebe auch dich“, hauchte er nur noch.
Dann schloss er seine Augen und sein Körper fühlte sich leer an.
Fassungslos starrte Tom seinen Zwillingsbruder an.
Diesen Schritt hätte er ihm nie zugetraut.
Er weinte. Er weinte so sehr, wie er es nie zuvor getan hatte.
Warum ließ er ihn alleine? Warum? Und warum gerade jetzt?
„Warum tust du das?“, schrie er.
Sein Schluchzen wurde immer lauter, er stand auf und zog Bills Körper aus dem Wasser.
Dann gaben Toms Beine nach, er fiel auf die Knie und legte Bills Körper auf seinen Schoß.
Ganz fest drückte er seinen Kopf auf Bills Brust und schluchzte weiter.
„Warum verlässt du mich? Warum? Jetzt rede! Warum tust du mir das an?“, er wurde immer lauter, seine Stimme überschlug sich, die Tränen schienen sich in seine Haut einzubrennen, jedes Blinzeln schmerzte, alles schmerzte. Sein Körper war leer, er fühlte sich so allein wie nie zuvor. Er fühlte sich verlassen und verraten.

Für Georg war Bills Tod wie eine Befreiung, auch wenn er ihn verletzte und er Bill vermisste. Doch er erhoffte sich den Start in ein neues Leben.

--- End of Part II ---
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BeitragVerfasst am: 10.03.2007, 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Part III
Es waren zwei Jahre seit Bills Tod vergangen.
Tokio Hotel hatten sich danach aufgelöst.
Alle Zeitungen und Fernsehsender hatten darüber berichtet, hunderte Fans hatten sich das Leben genommen.
Doch Tom, Georg und Gustav hatten sich nie öffentlich dazu geäußert.
Die drei hatten auch keinen Kontakt mehr zueinander.
Gustav spielte in einer mittelmäßig bekannten Rockband Schlagzeug und Tom hatte eine Gitarrenfirma aufgekauft und diese lief großartig.
Beide schienen mit ihrem Leben zu Recht zu kommen.
Nur Georg nicht.
Er wollte nicht mehr berühmt sein. Er wollte diesen Schmerz, den ihm der Ruhm bereitet hatte nie wieder spüren und doch kam er nicht von ihm los.
Das Geld, was er mit Tokio Hotel verdient hatte, reichte ihm zum Leben.
Nebenbei jobbte er in einer Videothek und ab und zu in einer Kneipe als Kellner.
Sonst saß er zuhause.
Im ersten Jahr war er alkoholabhängig geworden, kam überhaupt nicht mehr klar. Der Alkohol betäubte die alten Schmerzen und die Sehnsucht nach der Liebe seines Lebens.
Denn in der Zeit, als er berühmt war, hatte er es sich bei seiner Familie und seinen alten Freunden verspielt. So hatte er nun niemanden mehr.
Er war abgehoben, hatte sie einfach stehen lassen.
Genau wie er Jamie stehen lassen hatte.
Zu ihr fehlte ihm weiterhin jeglicher Kontakt
Sie war es, die ihn hätte retten können, doch das brachte ihm nun auch nichts mehr.
Und die Freunde, die er während seiner Tokio Hotel Zeit gehabt hatte, hatten ihn fallen lassen, als Bill starb. Er war allein, schrecklich allein.
Nun misstraute er Menschen, allen, die ihm begegneten.
Er wollte nichts mit ihnen zu tun haben. Georg war am Ende, er wollte nicht mehr leben, doch den letzten Schritt konnte er nicht machen. Denn die Hoffnung, Jamie vielleicht irgendwann wieder zu sehen schlummerte tief in ihm. Er wollte, dass es ihr gut ging. Und er wollte, dass sie ihn rettete aus all seinen Problemen fort trug, wie sie es schon einmal getan hatte, doch das hätte er nie ausgesprochen und wollte es sich zuerst auch nicht eingestehen.
Er lief die Straße in Berlin Kreuzberg hinunter, wo er jetzt wohnte.
Es war kurz nach drei Uhr morgens, er kam aus der Kneipe.
Zuhause angekommen ließ er sich auf seinen Sessel fallen, griff nach einem Bier und schaltete den Fernseher ein. Vergessen, das war sein eigentliches Ziel, doch das sollte er nie erreichen.
Nach einer Weile und einigen weiteren Flaschen Bier war er eingeschlafen.
So verbrachte er jeden Abend.
Auf dem kleinen Tisch neben seinem Sessel stand ein Foto, auf dem Jamie und er zu sehen waren.
Über die ganze Zeit hatte er nie wieder ein Mädchen gefunden, das auch nur annährend gewesen war wie sie.
Früher hätte er alle ausgelacht, die ihm gesagt hätten, dass er einmal so für ein Mädchen empfinden würde, oder dass es Liebe auf den ersten Blick gäbe.
Doch er war eines besseren belehrt worden und hatte es sich verbaut.

-2-
Als er am nächsten Tag auf dem Weg zur Videothek war, fiel sein Blick auf ein Plakat am Straßenrand.
Es zeigte vier Mädchen mit der Überschrift „Last Fear – Jetzt is Unsre Zeit“ in Stores out now!“.
Da war sie doch tatsächlich: Jamie hielt ihren Bass in die Kamera.
Das konnte er nicht fassen.
Sie hatte ihm von ihrer Band erzählt und nun hatte sie es wirklich geschafft.
Er wollte sich für sie freuen, doch etwas in ihm kämpfte dagegen an.
Sie hatte ihm vorgeworfen, dass er sie nicht genug liebte, um mit ihr zusammen sein zu können.
Nun war sie auch berühmt.
Aber vielleicht schaffte sie es ja, sich gegen ihr Management durchzusetzen.
Sie war stärker als er, sie würde sich nicht so einfach unterbuttern lassen.
Er musste sich hinsetzen.
Tränen schossen ihm in die Augen.
Wie konnte sie ihn immer noch gefangen halten?
Warum ließ sie ihn nicht los?
Schon wieder flennte er ihretwegen.
Das konnte nicht wahr sein. Er wischte sich demonstrativ die Tränen weg und lief an dem Plakat vorbei.
Als er jedoch um die Ecke bog, und an einer Boutique vorbei kam, hörte er einen Song mit einer Bassline, die ihm sehr bekannt vorkam. Nicht alles, doch einzelne Elemente waren von ihm.
Das musste Last Fears Song sein.
„Look now at us, have you ever trust in us?“ Er schüttelte den Kopf.
Nein, er hatte wirklich nie daran geglaubt, dass Jamie einmal im Rampenlicht stehen würde.
„Denn jetzt, jetzt bin ich hier. Nicht nur ich, sondern wir. We are here, we are there!“
Um nicht wieder zu weinen lief er schneller, er begann zu rennen.
Immer schneller, er wollte weg von ihr, endlich wieder leben.
Doch konnte er das überhaupt ohne sie?
Seit er sie kannte, ging sein Leben steil bergab.
Er müsste sie hassen, wenn er nicht selbst schuld daran gewesen wäre, dass er sie verloren hatte.
Es ging ihm anfangs so gut mit ihr, er hatte Gefühle, die er nie zuvor gehabt hatte.
Er wollte sie nie wieder loslassen, doch es ging einfach nicht anders.
In der Videothek angekommen, wartete sein Chef bereits auf ihn.
„Georg, deine Verspätungen kann ich nicht mehr zählen, du bist ständig total durch den Wind und heute“, er rümpfte die Nase, „stinkst du schon wieder nach Alkohol. So geht das nicht, So gern ich dich hab. Aber dein Rockstarleben ist vorbei, Georg, versteh das!“
Er schlug ihm die Tür vor der Nase zu.
Das Knallen der Tür weckte ihn auf.
Sein verdammtes Rockstarleben konnte ihn mal am Arsch lecken, er wollte es nicht wieder haben.
Noch am selben Tag lieferte er sich selbst in eine Entzugsklinik ein.
Jeder Tag verstrich wie der andere.
Da er nur im Bett lag und dreimal am Tag hinunter zum Essen ging, fehlte ihm der Alkohol nicht.
Die einzige Zeit, in der er ihm fehlte war während der täglichen Gesprächsrunden, wenn alle ihren Senf dazu abgaben, wie sie zu ihm gekommen waren, warum sie tranken und wie sie sich ihr Leben dadurch verbaut hatten.
Es waren traurige und tragische Geschichten dabei, die die anderen zum Weinen brachten.
Doch alles was Georg spürte, war unendliche Sehnsucht nach etwas, das seine Betäubung wieder vollständig herstellen würde.
Die Geschichten der anderen interessierten ihn nicht, gefühlsmäßig war er lange abgestumpft, denn er selbst wurde von Menschen nur ausgebeutet und verarscht, doch diese Gesprächsrunden ließen Jamies Gesicht in den Fenstern erscheinen.
Erst schob er es auf normale Entzugserscheinungen.
Vom Alkohol kam er relativ schnell weg, aber dafür flüchtete er sich in eine andere Sucht.
Jeden Tag lief er hinab zum Kiosk, um sich die neuesten Zeitungen zu kaufen und die neuesten Interviews oder Fotoshootings von Last Fear zu lesen.
Mit der Zeit begann er jeden Schnipsel, jedes Bild von Jamie auszuschneiden und zu sammeln.
Diese Zeit zeigte ihm, dass er stehen geblieben war.
Als man ihm seine Jugend nahm, in dem man ihm einen Charakter auferlegte, der bei Teenagern gut ankam, in dem man alles für ihn regelte. Seine Aufenthaltsorte, seinen Freundeskreis, sein Einkommen. Einfach alles. Er hatte nie die Chance gehabt, erwachsen zu werden.
Was war nur aus ihm geworden? Ein nach außen hin gefühlskalter, naiver Trottel, den seine Gefühle von innen auffraßen.
Ein halbes Jahr verbrachte er in der Klinik, danach schaffte er es, sich ein einigermaßen geregeltes Leben aufzubauen.
Er eröffnete seinen eigenen Club.
Damit verdiente er sogar recht gut. Er kaufte sich eine hübsche Wohnung in einem besseren Viertel von Berlin und begann wieder Kontakt zu Menschen aufzunehmen. Doch Vertrauen zu ihnen entwickelte er nie.
Aber die eine Unart konnte er sich nicht abgewöhnen. Wann immer Last Fear in Berlin waren, er war da.
Ob an den Hotels, oder bei Veranstaltungen.
Doch er hielt sich im Hintergrund, achtete darauf, nicht gesehen zu werden.
Wenn er Jamie und ihre Freunde, unter anderem Kati, sah wie liebevoll sie mit ihren Fans umgingen, hätten ihm die Tränen kommen können, solche Mühe hatten sie sich nie geben dürfen.
Management und Bodyguards hatten immer darauf geachtet, dass den Fans nicht zu viel Hoffnung gemacht wurde.
Bei Last Fear blieb dieses Problem aus, da sie Mädchen waren und ihre Fans vermehrt Mädchen waren, obwohl von Auftritt zu Auftritt immer mehr Jungs und auch Männer anwesend waren.
Georg beobachtete wie sich ihr Fankreis vergrößerte. Er schien mit jedem Tag zu wachsen, bald gingen sie auf Europatour; Georg war bei jedem Konzert und zwei Monate vor Weihnachten, zwei Jahre, nachdem sie erfolgreich wurden, las er die Nachricht, die ihn absolut schockte: „Nach Last Fears großem Erfolg in Amerika verkündet die Band nun, dass sie nach Colorado zieht!“.
Weg! Sie wollten wirklich weg aus Deutschland.
Mittlerweile wurde die Band größtenteils von Erwachsenen gehört, die sich nicht weiter daran störten, ob die Band nun in Deutschland oder den USA wohnten, solange sie nur weiterhin Musik machen würden.
Doch Georg störte sich daran.
Eine ganze Weile lang kämpfte er damit, nicht zur Flasche zu greifen, doch dann geschah es wieder. Seine Tage bekamen wieder die alte Sinnlosigkeit, Jamie rückte wieder weiter weg von ihm.
Er hatte seine Mitarbeiter, die seinen Club am Laufen hielten und er verdiente massig Geld dabei.

-3-
An einem dieser sinnlosen Tage klingelte sein Telefon.
„Ja“, meldete er sich.
„Georg“, fragte eine ihm gut bekannte Stimme.
„Ja, bin hier“, antwortete er.
„Hey, hier ist Tom. Krass, dass ich dich erreiche. Hör mal, ich habe gestern gehört, dass Jamies Band bei mir in die Nähe gezogen ist. Zwei Straßen weiter“, erklärte Tom ihm.
Zwei Jahre lang hatten sie keinerlei Kontakt zueinander gehabt.
Auch wenn Georg am Ende ihrer Karriere wieder das Spiel mitgespielt hatte, hatte er sich selbst in Sachen Freundschaft etwas vorgemacht. Denn sie waren letzten Endes alles andere als Freunde gewesen. Freunde hätten sich nicht so behandelt.
„Und warum erzählst du mir das“, kam eine typisch knappe Georg-Antwort zurück.
„Weil ich ein verdammt schlechtes Gewissen habe. Gustav hat mir erzählt, er hat dich mal in der Entzugsklinik besucht. Und du hast Hefter voller Zeugs von Jamie“, erklärte Tom.
„Na herzlichen Glückwunsch. Wer weiß das noch alles?“
„Niemand. Aber ich … Georg… Bill und ich sind Schuld, dass das mit Jamie nicht mehr ist“, nuschelte Tom in den Hörer.
„Bitte was? Wieso?“
„Na ja… also… wir wussten nur durch Katrin von ihrer Band. Und wir hatten Angst, dass du Tokio Hotel für Jamie schmeißt“, beendete Tom.
„Bitte? Das ist nicht dein Ernst!“ Fassungslos setzte Georg sich hin.
„Doch ist es“, gab er zu.
„Und das sagst du mir jetzt? Nach zwei Jahren, in denen ich mich mit Vorwürfen rumplage und mich fast tot saufe? Du wolltest mein Freund sein? Ich versteh nicht, wie man so sein kann.“
„Ich weiß, und als so ne kleine Art Wiedergutmachung hab ich dir ein Ticket nach Florida gekauft. Ich hol dich vom Flughafen ab und wir waren zu Jamie. Dann kannst du ihr alles erklären“, bot Tom an.
„Wiedergutmachung. Pah! Das kannst du nie wieder gut machen!“
„Lass es mich versuchen“, flehte Tom.
„Okay, wann geht der Flug?“
„Morgen früh um 6:30 Uhr.“
„Okay, ich nehme ihn“, stimmte Georg zu. Weniger, um Tom einen Gefallen zu tun, sondern einfach, um Jamie wiederzusehen.
„Georg? Danke, dass du kommst“, sagte Tom abschließend und legte auf.
Sofort strömten Georg Tränen die Wangen hinab. Doch das erste Mal seit über zwei Jahren waren es Tränen des Glücks. Er würde sie wieder sehen.
Und doch hatte ihn dieses Gespräch ein weiteres Mal in der Annahme bestätigt, dass das komplette Team von Tokio Hotel falsch war und nur auf den Ruhm und das Geld aus. Wenn selbst sein ehemals bester Freund ihn so belogen hatte, in dem Wissen wie viel ihm Jamie bedeutete, konnte das keine Freundschaft sein.

-4-
Fliegen, Flughäfen, Landen, Gepäck.
Das alles weckte Erinnerungen an seine Rockstarzeiten und es war doch anders. Er flog zu Jamie.
Am Flughafen traf er auf Tom, den er fast nicht erkannt hatte.
Er hatte seine HipHopper Klamotten von früher gegen einen schwarzen Anzug und seine Dreadlocks gegen eine kurze Gelfrisur getauscht.
So sah er seinem verstorbenen Zwillingsbruder sehr ähnlich und Georg wurde das Gefühl nicht los, dass er dies auch beabsichtigte und mit diesem Outfit den Mittelweg zwischen beiden Zwillingen darstellen wollte.
Doch das war Toms Sache.
Sie begrüßten sich und fuhren zu dem Haus der Band.
Georg redete wenig, wobei Tom ihm sehr viel von seinem jetzigen Leben erzählte.
Er wohnte mittlerweile bereits ein ganzes Jahr in Amerika und hatte sein Musikgeschäft weiter ausgebaut.
„Das ist es“, sagte Tom plötzlich und brachte seinen 61er Impala zum Stehen.
„Okay. Danke.“
Georg sah sich das Haus an. Groß, aber nicht prollig.
Vorsichtig stieg er aus.
Sollte er klingeln? Ertraute sich nicht so richtig, doch er wusste, dass dies seine einzige Chance war.
Er drückte den Klingelknopf.
„Ja“, meldete sich eine Männerstimme.
Das hatte er nicht erwartet.
„Ja, hier Listing. Ich würde gerne mit Jamie sprechen“, sagte er.
Die Männerstimme begann zu lachen.
„Das wollen viele. Haben Sie denn einen Termin?“
„Nein“, gab er resigniert zu, „aber ich liebe sie!“
„Und auch das sagen viele. Entschuldigen Sie Herr…“
„Listing“, half Georg ihm.
„Listing, richtig. Also Herr Listing, das hier ist ein Privatgrundstück und wenn sie keinen Termin mit Jamie haben, möchte ich Sie nun bitten es zu verlassen.“
„Gibt es keine Möglichkeit, kurz mit ihr zu reden?“
„Doch, lassen Sie sich einen Termin geben“, lachte die Männerstimme.
„Und wo mach ich das“, langsam wurde Georg wütend. Für wie dumm hielt ihn der Typ eigentlich.
„Bei mir.“
„Na super. Gut, ich hätte gerne einen Termin, um mit Jamie zu sprechen. Wann wäre denn der nächste frei?“
„In genau… drei… zwei…eins…“, lachte die Stimme wieder und die Einganstür ging auf.
Jamie kam die Treppe hinunter.
Georg stockte fast der Atem so schön war sie.
Sie trug eine einfache weiße Jogginghose und ein schwarzes T-Shirt. Nein, nicht EIN schwarzes T-Shirt, sondern SEIN schwarzes T-Shirt, das er ihr einmal geschenkt hatte.
Beinahe hätte er wieder geweint.
„Jamie“, war das einzige, was er hervorbrachte, als sie vor ihm stand.
„Georg, was machst du hier“, fragte sie kalt.
Doch trotzdem spürte er ein ganz kleines Bisschen ihrer Wärme.
„Ich… ich wollte dir alles erklären“, stammelte er.
„Ach wirklich? Na dann schieß mal los“, forderte sie und sah ihm direkt in die Augen.
Er wusste nicht womit er anfangen sollte, oder was er überhaupt sagen wollte.
„Tom und Bill… sie haben mir erzählt, dass du mich nur ausnutzt wegen deiner Band“ sagte er.
Trottel! Dachte er sich. Wie aussagekräftig dieser Satz war.
„Hm, und auf die Idee, mich mal danach zu fragen kommst du nicht? Georg, bitte.Glaube nicht, ich wüsste nicht, was alles passiert ist. Ich weiß von dem, was Bill sich da ausgedacht hat, ich weiß von deiner Sucht, von der Entzugsklinik. Weißt du, das einzige, was ich die ganze Zeit nicht verstehen kann ist, warum du immer bei allen Auftritten warst, am Hotel und überall, dich aber nicht einmal bei mir gemeldet hast“, sagte sie entschlossen.
„Weil… naja… ich war verletzt und ich dachte, du meldest dich, wenn es nicht so ist“, erklärte er.
„Georg, weißt du, wie sehr mich deine Mail verletzt hat? Wie weh es tut, wenn man liest „Melde dich nie wieder“ und zuerst nicht weiß, warum? Ich habe auch ein ganz kleines bisschen Stolz! Ich habe einfach auf diesen Tag heute gewartet. Auf den Tag, an dem du zu mir kommst und dich bei mir entschuldigst. Dafür, dass du mir fast das Herz gebrochen hättest“, grinste sie.
Sie war so stark, so intelligent und er spürte nun wieder die komplette Wärme, die sie ausstrahlte.
Sie öffnete das Tor und er schloss sie in seine Arme.
„Ich lass dich nie wieder gehen“, versprach er ihr.
„Das ist auch gut so! Ich liebe dich!“ Sie sah ihn an und küsste ihn.

--- End of Part III ---


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